Lachs mit Couscous-Gemüse-Pfanne

2008 lernte ich auf einer Reise in den Orient Tour nach Kroatien Couscous kennen und lieben. Seitdem versuche ich andere Menschen von diesem Zeug zu begeistern. Bei meiner Freundin hat es heute geklappt.

Man braucht nur eine Packung TK-Lachs, 200g Couscous, eine halbe Zwiebel, eine kleine Zucchini und vier Tomaten. Gemüse kleinhacken und alles außer den Tomaten eine Weile in der Pfanne braten. Dann mit Wein ablöschen. Kann man auch weglassen, aber ich lösch eigentlich alles mit Wein ab.

Das Gemüsezeug hab ich vor der Pfanne schon gewürzt, so mit Pfeffer, Salz, Paprika, Oregano. Will da auch gar keine Empfehlungen rausgeben, das sollte jeder selber wissen. Nach dem Ablöschen kommt jedenfalls der Couscous in die Pfanne, und das ganze wird sofort mit 3dl Gemüsebrühe überschüttet. Dann Herdplatte aus, Tomaten noch rein, einmal umrühren, und Deckel drauf. So für locker 5 Minuten. Da tut der Couscous die Brühe aufsaugen. Dafür gibt’s n Fachterminus. Aber ich bin Rockstar, kein Koch.

Die Mischmaschpfanne ist damit auch schon fertig. Den Lachs hab ich in nem Dampfgarer gedünstet. Kann man sicher auch anders lösen. Ich finde starre Rezepte doof. Man sollte in der Küche immer das machen, was Spaß macht. Oder was am geschicktesten ist. Oder was man kann. Oder was man will. Passt.

coding sunday

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Eigentlich wollte ich dieses Wochenende meinen neu bestellten Laptop in Empfang und Betrieb nehmen, um mich auf eine Klausur am Donnerstag vorzubereiten.
Lieferproblemen sei Dank darf ich jetzt weiter an der alten Mühle hier arbeiten. Ich will endlich wieder fix arbeitende Anwendungen. 1 GB Ram ist einfach zu wenig…

In Deutschland sterben Zeitungen. Selbst schuld.

Die Financial Times Deutschland ist tot, die Frankfurter Rundschau hat Insolvenz angemeldet. Ich mag Zeitungen. Aber wenn man sein Bestes tut, um den digitalen Trend zu verschlafen, sollte man zuallererst die Verantwortung bei sich selbst suchen.

Ich beziehe diese Position ausschließlich aufgrund persönlichen Empfindens. Und den Erfahrungen mit meiner Lokaltageszeitung NWZ von der Südwestpresse:

Ich habe letzte Woche ein Probeabo online abgeschlossen. Mit einem Formular, das weitestgehend per AutoFill meines Browsers ausgefüllt wurde. Wie hunderte Formulare zuvor. Mit meinem Nachnamen korrekt geschrieben. Ich weiß nicht, wie ungeschickt die Arbeitsabläufe bei einem Verlag sind, wenn sich bei der Adressierung des Willkommensbrief ein Fehler einschleichen kann:

Gar nicht mal so gut für eine Zeitung. Also einem Vertreter einer Branche, die sich dem geschriebenen Wort verpflichtet fühlt.

Das Probeabo verwende ich, um festzustellen, ob die Zeitung jeden Tag pünktlich zum Frühstück da ist. Wenn das nicht klappen sollte, werde ich kein Abo abschließen. Dann les ich die Zeitung eben digital, auf meinem Tablet-PC. Zeit, einen Blick auf das E-Abo der SWP zu werfen:

Die Südwestpresse bietet scheinbar eine iPad App an. Geschenkt. Ich hab kein Applegerät. Und das wird, genau wie bei Smartphones, schon bald die Mehrheit der Tablet-PC-Nutzer in Deutschland sagen. Wenn es nicht längst so ist. Also werde ich für die App schonmal kein E-Abo abschließen. Was bleibt mir als Alternative?

Die E-Zeitung der NWZ. Die sich schnell als grober Unfug herausstellt, wenn man sie ausprobiert. Sieht aus, wie man eine Zeitung kennt. Großformatig, eigenwillige Artikelaufteilung, viel Text. Und man kriegt den Eindruck nicht los, dass es einfach eine eingescannte Tageszeitung ist, die man als PDF auf sein Tablet gesch(m)issen bekommt. Ein ständiges Rein- und Raus- und Hin- und Herzoomen.

Und wie auf dem Bild rechts zu sehen ist, kann man den mittleren, vierspaltigen Artikel nicht mal ohne Manövrieren zu Ende lesen. Das ist kein Lesen, das ist Arbeit. Dafür werde ich erst recht kein Geld für ein E-Abo ausgeben. Die Themen in den Bildern sind übrigens so alt, weil ich den Probezugang nutzte. Man kann seinen potentiellen Neukunden ja unmöglich was Aktuelleres präsentieren.

Fassen wir zusammen: Das E-Abo ist murks. Schön, Geld gespart.

Bleibt die mobile Webseite der SWP. Die ist erst ein paar Monate alt, und gar nicht mal so schlecht – besser zumindest als die alte Version. Leider ist auch sie überfühlt mit Links, Fotogalerien, Rubriken, Archiven – schließlich will man hier alles anbieten, was die Zeitung je geschrieben hat. Und natürlich alle Bilder, die ihre Fotografen so schießen. Wenn man morgens an den Nachrichten des letzten Tages interessiert ist, muss man die schon fleißig suchen gehen. Darüberhinaus bietet die mobile Seite keinerlei Swipe-Funktionalität, die ein schnelles Wechseln zwischen Artikeln oder Bildern erlaubt. Man darf stets versuchen, kleine Links mit dem Finger zu erklicken. Wirklich Spaß macht das beim Frühstück nicht.

Was besser ginge? Alles. Man muss nur den Markt beobachten. Nicht unbedingt, wie es andere Zeitungen machen, sondern den Markt des Lesens allgemein: Es gibt viele Lese-Apps und mobile Webseiten, die eine intuitive Bedienung bieten, gut aussehen, und genau auf das spezialisiert sind, was Zeitungen bieten wollen oder sollten: Geschriebenes Wort und Neuigkeiten darstellen.

Ich stelle hier mal kurz „meine“ Lese-App vor. Die heißt Currents, kommt von Google gleich mitgeliefert auf die Nexus-Tablets (vermutlich sogar auf alle Android-Geräte), und ist mittlerweile eine meiner Lieblingsapps. Man wählt Quellen aus, und bekommt deren Artikel präsentiert. Im Grunde ist Currents ein RSS-Reader. Da wundert es nicht, dass man auch gleich die Feeds seines Google Readers importieren kann. So sieht die App bei mir dann aus:

Im Vergleich zu der mobilen Webseite der SWP liegt der Fokus hier klar auf den Artikeln und auch nur auf den Neuesten der jeweiligen Quellen. Es ist gar nicht der Wunsch der  App, alles anzuzeigen, was die Quelle je veröffentlicht hat. Ideal also, um sich schnell über Neuigkeiten zu informieren.

Diese App nutze ich jeden Tag. Ich würde genauso eine SWP-App nutzen. Und dafür sogar monatliche Gebühren zahlen, wie für eine Zeitung. Allerdings setze ich eine ordentliche Funktionalität voraus.

Was ist also mein Tipp an die Südwestpresse: Passt euch an, und das kontinuierlich. Stolz wie Oskar mobile Produkte präsentieren, die dann keiner nutzt, weil sie weit hinter Bedienstandards zurückliegen, bringt nichts. Natürlich ist das mit Kosten verbunden. Aber Online- oder App-Angebote können genauso Geld generieren. Und mit sinkenden Absatzzahlen und damit Werbeeinnahmen von gedruckten Zeitungen werden gute Onlineprodukte in der Zukunft über das Fortbestehen so manches Verlagshauses entscheiden.